Am 13. März wurde im Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom SRF ein Beitrag über unser Brückenangebot Üeins veröffentlicht. Der komplette Podcast kann direkt auf der Seite von SRF angehört werden: Link zum Podcast.
Stiftung ebnet Jugendlichen mit Problemen den Weg ins Berufsleben
Der Wechsel von der Schule ins Berufsleben ist anspruchsvoll, gerade für Jugendliche mit psychischen Problemen. Eine Stiftung im Zürcher Unterland unterstützt sie nun auf ihrem Weg.
«Ich bin eine kreative Person», sagt Lara. «Und ich glaube, ich bin deswegen hier.» Lara ist 16 Jahre alt, eine Lehrstelle hat sie nicht gefunden. Eben, weil sie eine kreative Person sei und sich zu Schulzeiten nie fürs Schnuppern interessiert habe.
Lara nutzt nun das Brückenangebot der Stiftung Märtplatz, eine Berufsvorbereitung für Jugendliche und junge Erwachsene mit psychosozialen Problemen.
Ein kreativer Weg zurück ins Berufsleben
Das Angebot richtet sich an Jugendliche «mit Angststörungen, mit Sozialphobien, die viel Zeit zu Hause verbracht hat und wenig zur Schule ging», sagt Doris Ackermann. Sie verantwortet ein Projekt, das Jugendlichen mit Problemen den Einstieg ins Berufsleben erleichtert.

Für Jugendliche mit psychosozialen Problemen schlage die Stiftung Märtplatz eine Brücke zwischen Schule und Beruf, sagt Angebotsleiterin Doris Ackermann.
«Wir bieten Jugendlichen eine kreative Möglichkeit, einen niederschwelligen Einstieg zu finden.» Ziel sei es, so Ackermann, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, sie an einen Berufsalltag zu gewöhnen und ihre Leistungsfähigkeit aufzubauen.
Dies passiert in einer Werkstatt in Freienstein-Teufen im Zürcher Unterland. Hier arbeiten und lernen aktuell fünf Jugendliche und bereiten sich auf ihre berufliche Zukunft vor – in ihrem eigenen Rhythmus, in Anbetracht ihrer psychischen und sozialen Einschränkungen.
Brückenangebot im Zürcher Unterland

«Stellen Sie sich vor, Sie haben die Schule abgeschlossen, haben keine Anschlusslösung, sie stehen vor dem Nichts und es geht ihnen schlecht», sagt Stiftungsleiter David Füglistaller. «Für diese Menschen haben wir ein Brückenjahr geschaffen, das Jugendliche zielgerichtet nach ihren Bedürfnissen begleitet.»

Angebote für Jugendliche mit Problemen gebe es nicht viele, sagt David Füglistaller, der Leiter der Stiftung Märtplatz.
Es sei dringend nötig, solche Angebote zu liefern, ist David Füglistaller überzeugt. Denn sie seien selten. Die Stiftung Märtplatz will sich deshalb umfassend engagieren. Neben den Brückenjahren würde man den Jugendlichen auch Lehrstellen anbieten. So sei viel fachliche Kompetenz unter einem Dach gebündelt, sagt Füglistaller.
Zeit und Raum führt zum Erfolg
Davon hat auch Rosa profitiert. Die 17-Jährige beginnt im Sommer mit einer Lehre als Schreinerin, die sie auch dank des Brückenangebotes der Stiftung Märtplatz gefunden hat.

In Freienstein-Teufen erhalten Jugendliche mit psychischen Problemen eine berufliche Zukunftsperspektive.
«Man hat hier Schule, kann aber auch sein eigenes Ding machen», sagt Rosa. Und dies sei für sie der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Ein Angebot, das Jugendlichen mit sozialen und psychischen Problemen Zeit und Raum gibt, sich selbst zu finden.
Quelle: Regionaljournal Zürich Schaffhausen (SRF), 13.3.25, 17:30 Uhr; schup/kaip;ledn;stal (https://www.srf.ch/news/schweiz/zuercher-brueckenangebot-stiftung-ebnet-jugendlichen-mit-problemen-den-weg-ins-berufsleben)